Über mich:

Mein Name ist Dr. David Strauss. Ich bin Maler, Ökonom und Denker.

Ich studierte Volkswirtschaft und Philosophie in Tübingen und promovierte in Volkswirtschaft am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz — einem der führenden Forschungsinstitute Europas. Von 2014 bis 2018 war ich Professor und Forscher an der renommierten CIDE Universität in Mexiko-Stadt. 2019 verließ ich das universitäre Leben — nicht die Forschung im Allgemeinen. Die akademische Welt heute ist mir zu sehr auf Karriere ausgerichtet, zu eng spezialisiert, zu weit entfernt von vielen philosophisch-ökonomischen Fragen, die mich wirklich beschäftigen.

Meine aktuelle Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von Ökonomie und Philosophie. Wie sehr prägen Weltanschauungen die dominierenden Allokationsmechanismen einer Gesellschaft? Warum wird der freie Markt zunehmend unfähig, moderne Probleme der Umweltkrise und Ungleichheit zu lösen? Wieso untergraben moderne Formen der Arbeitsteilung — mit sehr spezialisierten und auf Profit orientierten Berufen — die Effizienz von Märkten und ihre Fähigkeit moderne Gesellschaftsprobleme zu beheben? Wieso zeigt sich die Kombination aus freiem Markt und Demokratie unfähig eine ernsthafte Antwort auf die Umweltkrise zu geben?

2019 kaufte ich einen alten LKW, um ihn in mein mobiles Zuhause und Atelier zu verwandeln. Seit 2020 lebe ich den größten Teil des Jahres an abgelegenen Orten der Natur — in verlassenen Bergtälern oder an einsamen Stränden. Ich schreibe, male, beobachte Tiere. Ich lebe so, wie ich denke und male: ohne Überfluss. Nicht aus persönlichen hedonistischen Gründen, sondern weil ein nachhaltiges Leben Bedingung dafür ist, dass andere Lebewesen auch ihr Recht auf Leben wahrnehmen können. Auch wenn das moderne System ein unnachhaltiges Verhalten erlaubt, und sogar fördert, so macht es das nicht recht oder gut.

Als Maler bin ich Autodidakt — ohne Akademie, ohne Lehrer. Ich arbeite mit der Lasiertechnik: Schicht für Schicht aufgetragene, transparente Ölfarbe, die Tiefe und Leuchtkraft erzeugt, die direkt aufgetragene Farbe nicht erreicht. Ich male seit 2019 in mehreren Serien figurative Ölgemälde. Die früheren Arbeiten — Serien zwischen 2019 und 2023 — zeigen interessante Motive und teilweise großformatige Arbeiten, aber technisch liegen sie klar hinter meinen neusten Werken. Die Serien Menschliche Emotionen und A World in Trouble aus den Jahren 2024 und 2025 sind das Ergebnis dieser Entwicklung: figürliche Malerei, die menschliche Gesichter und Tiere in eine zerstörte oder bedrohte Welt stellt.

Wir sind nichts als Leben.