David Strauss




Malerei über das Verhältnis des Menschen zur Natur —
über Verantwortung, Entfremdung, Konsum, Schuld
und das allmähliche Verstummen der lebendigen Welt.



Meine Arbeit untersucht das Verhältnis des Menschen zur Natur —
und die Verantwortung, die daraus entsteht.

Der Mensch ist nicht getrennt von der Welt, in der er lebt.
Jedes Lebewesen ist Leben selbst —
ein Ausdruck desselben Seins, wie auch wir.

Doch wir sehen die Um-Welt nicht mehr als etwas,
dem wir zu-gehören,
sondern als Bestand —
etwas, das verfügbar ist, genutzt und verbraucht werden kann.

Meine Werke versuchen, dies sichtbar zu machen.
Nicht als Moral.
Nicht als Dekoration.

Sondern als Erinnerung.
Echte Kunst ist nie bloßer Schmuck.
Kunst ohne Bedeutung, ohne Aussage,
verwandelt sich in bloße Dekoration und hört auf, Kunst zu sein.

Im besten Fall eröffnet Kunst eine neue Weise des Sehens —
sie erschließt Wirklichkeit,
die zuvor verborgen war.

Darum male ich.
Darum schreibe ich.

Nicht um Landschaften darzustellen.
Nicht zur Unterhaltung.
Nicht als Dekoration.

Sondern um sichtbar zu machen,
dass Leben selbst —
auch nicht-menschliches Leben —
einen eigenen Wert besitzt,
auch wenn unsere Zeit dies vergessen hat.

Viele sprechen heute von Verantwortung,
während sie gleichzeitig weiter an Zerstörung beteiligt sind.

Doch Verantwortung,
die sich nicht im eigenen Leben zeigt,
ist keine Verantwortung.

Wenn Wissen keine Konsequenzen für das Handeln hat,
dann war es nie echtes Verstehen.

Ich versuche daher,
das, was ich sage, auch zu leben —
so konsequent, wie es in dieser Welt möglich ist.

Wir sind alle nur Leben.





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